Vernetzte Elektronische Steuergeräte (ECUs) sind das informationstechnische Rückgrat aller Systeme und Anlagen bestehend aus Elektrik, Elektronik, Mechanik und/oder physikalisch-chemischen Prozessen. Steuer­geräte bilden eine Schlüssel­domäne der deutschen Industrie. Der Markt ist groß aber hart umkämpft. Dabei spielt die Verifikation eine Schlüssel­rolle: weit über 50 % der Entwick­lungs­kosten einer sicherheits­kritischen ECU müssen allein für die Erreichung hoher Qualität und Sicherheit aufgewendet werden – mit steigender Tendenz.

Alle Sicherheitsnormen empfehlen die Nutzung formaler Techniken, um Verhaltens­garantien für kritische Funktiona­lität zu erhalten. In der Breite wurden diese Empfehlungen aber trotz des inzwischen erreichten hohen Leistungs­stands formaler Verifikations­werkzeuge noch nicht angenommen. Die Markt­durchdringung formaler Verifikations­technik ist unbefrie­digend.

Im FORTE-Projekt soll daher die Integration der formalen Verifikations­prozesse der Partner für C- bzw. VHDL-Programme so ausgebaut werden, daß sich die Gesamt­bilanz – Prozess und Werkzeug – deutlich verbessert. So soll der Breiten­einsatz der formalen Veri­fika­tion in der Steuer­geräte­entwicklung, vor allem für die Automobil­elektronik, ermög­licht werden.

Eine verbreiterte Anwendungsbasis durch eine technisch voll­ständige Integration in etablierte Entwurfs­prozesse verspricht somit handfeste funk­tionale und wirt­schaftliche Vorteile.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.